Wie du eine Fehlsichtigkeit bei deinem Kind bemerkst

Wenn es um das Sehen von Kindern geht, heißt es Bescheid wissen. Gerade weil die Sehentwicklung unserer Kleinsten nicht leicht auffällt, weil sich die Kids noch nicht so gut artikulieren können, verdient sie besondere Aufmerksamkeit. Da Eltern die Kinderaugen beobachten sollten, haben wir als MeistoptikerInnen hier die wichtigsten Informationen zu Kinderaugen, Kinderbrillen und Sehkomfort zusammengestellt. Damit verpasst man keinen Moment an Lebensfreude.

Wie kann man Sehprobleme bei Kindern erkennen?

Die beste Methode ist gleichzeitig die einfachste. Beobachte selbst regelmäßig, wie es um die Sicht deines Kindes steht. Ein wichtiges Signal ist es schon, wenn ein Baby keinen Blickkontakt sucht.

Wenn dein Kind bereits ein wenig älter ist, können die folgenden Punkte ein Hinweis auf eine Sehschwäche sein. Wenn dein Kind also:

✔ die Augen aufreißt, bzw. deutlich vergrößerte Augen macht,
✔ ständig an den Augen reibt,
✔ Probleme beim Greifen oder Fangen von Gegenständen hat,
✔ den Kopf über längere Zeit schief hält,
✔ Balancestörungen zeigt oder oft stolpert,
✔ lichtscheu ist oder bei Lichteinfall nicht reagiert,
✔ beim Lesen nur geringen Abstand zum Buch hält,
✔ nicht von der Tafel ablesen kann,
✔ die Augen verdreht (und zwar nicht nur, wenn etwas von ihm willst),
✔ in der Dämmerung schlecht sieht,
✔ keine Freude am Lesen hat bzw. sagt, Lesen wäre anstrengend,
✔ schlechte Schulnoten heimbringt oder
✔ häufig Kopfschmerzen hat

solltest du unbedingt einmal zu einer Überprüfung der Augen eine Augenärztin/einen Augenarzt aufsuchen. Bei älteren Kindern ist auch gleich ein Sehtest beim Augenoptiker möglich.

Wie wichtig ist die Sehkraft von Kindern?

Der Großteil des Lernens eines Kindes passiert visuell, also über die Augen. Wenn man mögliche Sehschwächen früh erkennt und korrigiert, werde diese nicht zur Gewohnheit und erleichtern die Entwicklung. Es gilt, dass die Behandlung ja schneller Wirkung zeigt, je früher das Problem behandelt wird. Wenn du wirklich sicher sein willst, mach doch einen Termin zum Sehtest bei sehen!wutscher online aus, indem du hier klickst.

Sehen Kinder nicht besser als Erwachsene?

Die Annahme, dass Kinder besser sehen als Erwachsene, weil das Auge noch weniger "abgenützt" sei, ist frei erfunden. Tatsache ist, dass Kinderaugen noch nicht völlig ausgereift sind. Noch vor der Geburt werden im Mutterleib die Zäpfchen, die lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut, angelegt. Nach der Geburt werden diese weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit der Zäpfchen mit dem Gehirn braucht Zeit, bis sie richtig funktioniert. So werden anfangs Lichtunterschiede wahrgenommen, aber die Information kann noch nicht verarbeitet werden. Deshalb kann das Gehirn noch kein Bild entstehen lassen. Augen müssen eben auch noch groß und stark werden ...

Was ist bei Kinderbrillen anders?

An sich sind die Brillen gleich aufgebaut, nur eben kleiner. Kinderbrillen haben üblicherweise auch coole Motive aus aktuellen Serien und Filmen, was es trotz aller Liebe zu Netflix für Erwachsene (leider) nicht gibt. Abgesehen von der Größe achten wir bei Kinderbrillen immer darauf, dass die Brille nach oben hin nicht über den unteren Rand der Augenbraue hinausgeht, unten nicht die Wangenknochen berührt und seitlich nicht zu weit absteht. Idealerweise ist die Brille auch bruchfest, leicht und ein wenig elastisch, dann hält sie mehr aus und geht bei wilden Spielen nicht so schnell kaputt.

 

Wie entwickelt sich die Sehkraft eines Kindes?

1. Monat:
Ein Baby sieht sehr verschwommen und erkennt nur Lichtunterschiede. Die Sichtweite beträgt nur etwa 30 cm.
2. Monat:
Das Baby nimmt Umrisse von Gesichtern wahr, Muster und Farben kann es nun langsam unterscheiden.
3.-4. Monat:
Das Kind erkennt die Gesichter der Eltern genauer. Es sieht nun bis auf 25 Entfernung scharf.
5.-6. Monat:
Das Kind kann die Eltern genau erkennen und greift nach Gegenständen. Ab hier werden auch entferntere Gegenstände scharf gesehen.
7.-8. Monat:
Das Kind kann jetzt bekannte Gesichter von fremden unterscheiden. Gegenstände werden besser dreidimensional wahrgenommen.
9.-12. Monat:
Das Kind wendet den Kopf, um zu suchen. Es erfasst Gegenstände zielgenau. Bewegungen kann es trotzdem folgen.
1 – 4 Jahre:
In diesem Alter wird die Sehstärke so ausgeprägt wie bei einem Erwachsenen.
5 – 7 Jahre:
Die Entwicklung von Auge und Sicht läuft weiter, ist aber noch nicht ganz abgeschlossen, das Sichtfeld wird weiter.
8 – 9 Jahre:
Die Entwicklung des Sichtfeld wird in diesen Jahren vollständig. Nun können große Szenarien wahrgenommen werden und das Kind verarbeitete mehrere Informationen darin leichter.

Kleine Sehübungen mit Kindern

Scharfes, genaues Sehen ist für die Entwicklung von Kindern sehr wichtig. Damit man die Sicht der Kleinen überprüfen kann, haben wir ein paar Spiele zum Ausprobieren als erster Check. Bitte beachten: Eine echte Diagnose von Sehschwächen muss von einer Augenärztin/einem Augenarzt durchgeführt werden. Wir empfehlen, der ärztlichen Erfahrung in der Erkennung und Behandlung von Sehschwächen zu vertrauen.

  1. Ich sehe etwas, was du nicht siehst
    Ein Klassiker aus der Kinderstube. Um es für Kinder noch persönlicher zu machen, verwendest du ein "Fernglas", das du mit dem Kind zusammen aus Klopapierrollen bastelst. Wenn man zu zweit spielt, kann man bestimmte Gegenstände wie Spielzeug, Schuhe oder andere Gegenstände in der Mitte des Raumes verteilen. Abwechselnd können du und dein Kind die Gegenstände beschreiben und wer zuerst errät, welcher Gegenstand gesucht wird, hat eine Runde gewonnen und gibt das Fernglas ab. So siehst, ob dein Kind die Objekte genau wahrnimmt.
  2. Schau genau!
    Ab mindestens drei Kindern kannst du so dezent nachprüfen: Frage die Kinder, ob sie sich gegenseitig ruhig anschauen und beobachten können. Nach ein paar Minuten muss eines der Kinder kurz aus dem Raum. Ein anderes Kind wird mit einem Tuch verdeckt, so dass nur der Kopf sichtbar ist. Das draußen wartende Kind wird nun wieder reingeholt und soll drei Kleidungsstücke nennen, die das Kind unter dem Tuch trägt. Für jede Beschreibung gibt es einen Punkt. Je nach Runde können die Kinder Kleidungsstücke tauschen oder neue anziehen. Am lustigsten ist es, wenn ihr dafür eine Verkleidungskiste zur Verfügung habt.
  3. Nudeltrubel
    Nimm dafür 10 Schnüre in verschiedenen Farben, sie müssen ganz lang sein, denn sie dienen als unsere "Spaghetti". Es reichen dafür Wollfäden oder farbige Bänder, aber alle sollten die gleiche Dicke haben. Zwei Schnüre müssen die gleiche Farbe haben. Dann mischst du alles gründlich durch. Eins der Kinder soll nun die zwei Schnüre in der gleichen Farbe aus dem "Pastateller" rausziehen. Das Spiel zeigt schon Tiefen- und Farbwahrnehmung und zeigt ein wenig von der Sehkraft, wenn du beobachtest, wie genau sich dein Kind konzentrieren muss.

Wann sollte man einen Sehtest machen?

Ein Kind weiß oft nicht, dass es eine Sehschwäche hat. Wenn eines der beiden Augen bei einem Kind kurz- oder weitsichtig ist oder nicht mitarbeitet, bekommt man das vielleicht zuerst gar nicht mit. Das eine Auge gleicht die Sehleistung des anderen aus. Bei Kleinkindern ist die Linse im Auge nämlich noch in Entwicklung und sehr weich. So kann sie verschiedene Sehschwächen bestens anpassen, z. B. bei unterschiedlichen Entfernungen. Es ist empfehlenswert, ab etwa einem Alter von drei Jahren einen Sehtest beim Augenarzt mit dem Kind zu machen.

Wir empfehlen, einmal jährlich einen Sehtest mit deinem Kind durchzuführen, da man Veränderungen oder eventuelle Sehschwächen so frühzeitig identifizieren und beobachten kann. Der jährliche Schulbeginn würde sich dazu sehr gut eignen, damit dein Kind dann perfekt vorbereitet in das neue Schuljahr starten kann.

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