Unsere besten Tipps fürs Sehen bei Kunstlicht

Als die Menschen noch mit den Hühnern schlafen gingen, bzw. nur bei Tageslicht aktiv waren, war Kunstlicht kein Thema. Heute sieht es jedoch völlig anders aus. Kaum ein Büro oder Zuhause kommt heute noch ohne Kunstlicht aus, gerade wenn wir so viel auf Bildschirmen lesen, fällt es uns schneller auf, wie sehr wir unsere Augen dabei anstrengen müssen und müde werden. Bei Kunstlicht gibt es in puncto "gutes Sehen" einige wichtige Aspekte, die du unbedingt beachten solltest.  

Anzeichen für schlechte Lichtverhältnisse

Oft bemerkt man nicht gleich, dass in einem Raum schlechte Lichtverhältnisse herrschen – bis das Auge es einem sagt, weil es schon erschöpft ist. Die Symptome im Überblick:

✔ die Konzentration lässt nach
✔ du wirst schneller müde
✔ du machst Fehler beim Tippen oder Lesen
✔ die Augen beginnen zu schmerzen
✔ die Augen beginnen zu tränen
✔ die Sehschärfe wird schlechter

Sehkraft bei Kunstlicht

Die gute Nachricht zuerst: Das Licht von Bildschirmen und die Beleuchtung der meisten Büros ist für die Augen nicht schädlich. Auch bei regelmäßiger und sehr langer Nutzung von künstlichem Licht oder Displays, z.B. Handys, entsteht keine Gefahr für die Augen. Die Geräte werden auch von den Herstellern bereits auf Sicherheit und Gefahrlosigkeit für ihren Zweck überprüft.

Aber auch das menschliche Auge hat eingebaute Schutzmechanismen. Diese regulieren automatisch unangenehmen oder zu starken Lichteinfall. Konkret sind das die Pupillen, die den Lichteinfall regeln und auch die Augenlider. Wenn die Augen in einer Reflexreaktion zugekniffen oder geschlossen werden, dient das dazu, den Lichteinfall autormatisch schnellstmöglich zu reduzieren. Für uns läuft das völlig unbewusst, so dass die Schutzmechnismen sofort greifen. Wimpern und Brauen dienen auch nicht nur als "Staubfänger", "Scheibenwischer" oder "Gesichtsdekoration", sondern brechen das Licht vor dem Auge, was ebenfalls vor zu starken Lichtstrahlen schützt. Unser Körper hat also einen ziemlich guten, eingebauten Lichtschutz parat.

Wir brauchen künstliches Licht, um auch in der Dämmerung und Dunkelheit aktiv zu sein und z.B. Lesen zu können. Oder eben auf Bildschirmen immer klar zu sehen. Grelles Kunstlicht ist an sich unproblematisch für die Augen, auch wenn es nicht sehr angenehm ist.  Bei grellem Sonnenlicht sieht das allerdings schon wieder ganz anders aus, da die Netzhautrezeptoren davon gereizt werden und längere Einwirkung von direktem Sonnenlicht zu bleibenden Schäden am Auge führen kann.  Aber wir weichen vom Thema ab ...

Der Effekt von blauem Licht für die Augen

Von den meisten Displays technischer Geräte wie Handys, Laptops oder auch Fernseher geht zu einem bestimmten Anteil auch blaues Licht aus. Um weißes Licht zu erzeugen, wird von den heutzutage verwendeten LED-Lampen blaues und gelbes Licht gemischt. Blaues Licht kann die Hornhaut leichter passieren und dringt an die farbempfindlichen Sinneszellen der Netzhaut.

Das allein ist noch kein Problem, jedoch kann blaues Licht nachweislich die abendliche Bildung des körpereigenen Schlafhormons Melatonin hemmen und so den Schlaf stören.

Ebenfalls problematisch: Durch blaues Licht kann eine Überproduktion des Eiweißstoffes hervorgerufen werden, der dann durch Auslösen einer Kettenreaktion dazu führt, dass Sehzellen absterben und so das Sehvermögen nachlässt. Durch das Eindringen der blauen Lichtstrahlen in die Netzhaut können deren Pigmentzellen geschädigt werden. das beschleunigt die Alterungsprozesse und entstehende Abfallstoffe in den Zellen können die Sehzellen schädigen.

Blaulichtfilter

Das Auge wird dem blauen Licht meist ungeschützt ausgesetzt, z.B. bei der Bildschirmarbeit und beim Fernsehen. Langzeituntersuchungen mit Menschen gab es leider noch keine, wir empfehlen aber sicherheitshalber eine Bildschirmbrille mit einem speziellen Blaulichtfilter für entspanntes Sehen. Spezielle Filter in der Glasbeschichtung oder neuerdings auch im Glas selbst verhindern dabei das Eindringen des blauen Lichtes ins Auge und zusätzliche Entspiegelungen vermindern störende Lichtreflexe. Den Blaulichtfilter für deine Brille musst du zusätzlich beim Optiker bestellen, da er nicht automatisch Bestandteil einer Bildschirmbrille ist. Bist du allerdings Designer*in oder Grafiker*in und daher auf optimale Farbwahrnehmung angewiesen, ist der Blaulichtfilter wahrscheinlich nicht geeignet. Aber keine Sorge - die Entwicklung und Forschung schreitet ständig weiter und es werden immer bessere Oberflächen und Filter zur Reduzierung des blauen Lichtes entwickelt.

Schlafstörungen durch Kunstlicht

Wenn du schlafen gehst, setzt du deine Brille ab, machst das Licht aus und die Augen zu. Also – eigentlich. In Wirklichkeit lesen wir aber noch schnell einen Facebookbeitrag oder die News am Handy, den spannenden Krimi auf dem E-Reader oder eine Netflix-Serie auf dem Tablet. Nachts sind die negativen Effekte von blauem Licht aber noch gefährlicher.

Beim Lesen und Sehen spät abends in der Dunkelheit nehmen unsere Augen die einzige Lichtquelle noch stärker auf, die Pupillen sind weit geöffnet, um das wenige Licht hereinzulassen. Dadurch gerät jedoch unsere innere Uhr völlig aus dem Rhythmus. Jegliches Licht hat Auswirkungen auf unseren Körper, Licht bedeutet "nicht schlafen, wachsam sein". Ist es dagegen dunkel, wird von unserem Körper nach kurzer Zeit das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet, damit unser Biorhythmus weiß, dass es Zeit zum Schlafen ist. Wenn jetzt aber noch immer blaues Licht ins Auge trifft, wird die Melatoninproduktion gestoppt. Die Wachphase wird damit künstlich verlängert. Die Wirkungen von Schlafstörungen und Schlafmangel sind schon deshalb weit reichend, weil sich das Auge nicht erholen kann.

Abends gilt deshalb: Handy, Tablet und E-Reader aus, Augen zu und schlafen! Deine Augen – und nicht nur diese – werden es dir danken.

Tipps zum Schutz der Augen

Neben den bereits erwähnten Bildschirmbrillen für die spezielle Anwendung bei langer Displayarbeit und den optischen Brillen für alle, die ohne hin eine brauchen, gilt es also auch die Lichtsituation zu beachten.

 

Blaulichtfilter

Eine Brille mit Blaulichtfilter reduziert den auf das Auge einwirkenden Anteil an blauem Licht und verhilft zu einem entspannten Sehen im digitalen Alltag. Ideal geeignet für alle, die digitalen Sehstress und negative Effekte für die Augen vermeiden wollen. Bildschirmbrillen haben nicht automatisch einen Blaulichtfilter, er kann aber in Form einer speziellen Beschichtung immer dazu erworben werden.

 

LED-Lampen

Die Intensität des Lichts von LED-Lampen für zuhause und in Gebäuden wird von EU-Normen  geregelt. Das heißt, LED-Lampen für Raumbeleuchtung sind eher auf warm-weißes Licht ausgerichtet, welches für die Augen wesentlich weniger belastend ist, da es dem natürlichen Spektrum des Tages- bzw. Sonnenlichtes ähnlicher ist.  Achte bei LED-Lampen also darauf, dass du das richtige Licht und die beste Lichttemperatur wählst, damit deine Augen nicht zusätzlich belastet werden. Viele LED-Lampen haben auch einen gelb-orange-gefärbten Glaskörper, der das blaue Licht fast vollständig herausfiltert und damit die Augen schützt. Vielleicht ist das auch für dich eine Überlegung wert, wenn die nächste Glühbirne den Geist aufgibt.

 

Smart Lights

Smart Lights bzw. "intelligente Lampen" sind praktisch, weil sie dimmbar und energiesparend sind. Diese Lampen können per Fernsteuerung oder App ein- und ausgeschaltet und gedimmt werden. Allerdings sollten sie zum Lesen stark genug hochgeschaltet sein. Einige kann man auch so einstellen, dass man nicht direkt hineinschauen kann. Die Optionen sind heutzutage vielfältig, selbst IKEA hat schöne einfache SMART-Lösungen, mit denen sich die Lichtsituation zuhause oder im Büro einfach anpassen lässt.

 

Nachtmodus

Am späten Nachmittag oder frühen Abend sollte man bei Computern und Smartphones den Nachtmodus einschalten. Dieser ändert das Licht automatisch auf den gelblichen Bereich, der warm aussieht und wenig Blauanteil hat. Die meisten Betriebssysteme haben solche Lichtmodi bereits integriert. Ansonsten gibt es mit f.lux ein kostenloses, praktisches Plugin, welches Blaulicht herausfiltert und das Bildschirmlicht an tatsächliche Lichtumgebungen und den Biorhythmus anpasst.

 

Nachtlampen und zusätzliche Lichtquellen

Wer am Tablet oder E-Reader aends noch leist, sollte zusätzlich noch eine weitere Lichtquelle einschalten. Im Dunklen werden unsere Pupillen automatisch weit gestellt, um mehr Licht aufzunehmen und so gelangen blaues oder auch grelles Licht z.B. von Scheinwerfern noch leichter ins Auge. Am besten also zusätzlich eine Lampe einschalten und das Auge hat es leichter.

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